Übungen für Wehren mit Grundausstattung

 

 Neu vom Juni 2015 

Übung NOTFTV

Drehbuch der Übung der FF Schulenburg

Alarmierung:

Alarmstichwort: Verschlossene Tür Feuerwehr wird eingewiesen, Patient gilt als seit langem erkrankt

Alarmierte Kräfte: FF Schulenburg und ein Rettungswagen

Skizzierte Lage:

Ein suizidgefährderter Mensch hat sich in einer Garage eingeschlossen und will sich mit einem brennenden Holzkohlegrill das Leben nehmen. Vor Ort wird die Feuerwehr von einem aufgeregtem Nachbarn eingewiesen. Dieser gibt an, dass er glaubt der Nachbar will sich das Leben nehmen. Der Rest muss erfragt werden. Der Rettungswagen ist nicht eingetroffen.
Für die Übung erforderlich ist also lediglich ein Holzkohlegrill, eine Person oder Puppe in der Räumlichkeit und eine Garage oder ein Schuppen.

Erwartete Maßnahmen: 

Der Gruppenführer sitzt ab und erkundet mit seinem Melder die Lage. Den Nachbarn läßt er durch einen weiteren Kameraden betreuen (alternativ kann der auch so fit dargestellt werden, dass diese entfällt, er darf dann aber auch keine emotionale Beziehung zum Nachbarn haben). Vorher befragt er ihn: Wie geht es Ihnen? Was ist passiert? Wissen Sie wie wir in das Gebäude hineingelangen können? Haben Sie einen Schlüssel? Welche Vorgeschichte gibt es zu dem Vermissten? Ist eine Gefahr zu erwarten (Hunde, Gifte, Aggression)?

Die Erkundung ergibt leichten Brandgeruch und durch ein Fenster ist eine bewustlose Person vor einem Holzkohlegrill zu erkennen. Die Tür ist mit einem selbstbemalten Bild eines Totenkopfes und der Warnung CO versehen.

 

Der GF kehrt zur Mannschaft zurück und gibt den Befehl:

Eine Person in verrauchtem Raum bewustlos! Vermutlich Suizidversuch mit CO aus brennendem Holzkohlegrill!

Schadensart muss heißen Feuer!

Wasserentnahmestelle

Lage des Hydranten

Der AT zur Menschenrettung mit dem 1. C und Brechwerkzeug (Türöffnungsgeschirr wenn vorhanden) unter PA in die Garage durch die hintenliegende Tür

VOR!

 

Der GF setzt eine Rückmeldung ab:

Von der EST.

Eine Person eingeschlossen in verrauchtem Raum, Menschenrettung eingeleitet, 1 C in Vorbereitung.

Ein LF, ein NEF anrücken

Unterschrift GF FF Schulenburg

 


Erwartungshorizont Gruppenführer


Der GF kommuniziert die Schadensart und deren Änderung, er erkundet nicht alleine.

Wichtig:

Befragung des Nachbarn
Umfassende Erkundung
Rückmeldung
Befehlsgebung

Im Weiteren Aufbau einer Patientenablage.

 

Erwartungshorizont Mannschaft

A-Trupp

Vorgehen nach FwDv 3.

W-Trupp

Vorgehen nach FwDv 3. 

S-Trupp

Vorgehen nach FwDv 3. Ggf. betreut er den Nachbarn. Ggf. Aufbau einer Patientenablage.

 Maschinist

Bedient die Pumpe und Sonderaggregate, unterstützt bei der Geräteentnahme.

Melder

Unterstützt beim Erkunden

Nach Weisung des GF ist er für den Funkverkehr und oder Einsatztagebuch verantwortlich. 

 

Zweites Fahrzeug (Nachbar Wehr)

Bereitsstellen des Sicherheitstrupps nach Weisung des Einsatzleiters

 

Rettungsdienst

Übernahme des Patienten – Herstellen der Transportfähigkeit

 

 

Ziele:

Vorgehen nach FwDv 3; gute Erkundung durch den GF; Befragung von Personen; Befehlsgebung; Umgang mit CO
Alternativ als Erweiterungen:
 
Erste Hilfe kann je nach Dauer der Übung mit einfließen; Einsatz eines Druckbelüfters oder anderer Verfahren mit Strahlrohren etc. kann mit eingebaut werden; Sicherheitstruppkonzept kann beübt werden

 

Die Übung wurde geplant und ausgearbeitet von OLM Tim Sufin auf Basis der FwDv 3.

Weitere Fragen gerne an:

info@feuerwehr-schulenburg.de

Alle Rechte zur Vervielfältigung vorbehalten.  

 

Üung THY

Drehbuch der Übung der FF Schulenburg

Alarmierung:

Alarmstichwort: Unfall mit einem landwirtschaftlichen Gerät – eine Person klemmt

Alarmierte Kräfte: FF Schulenburg und ein Rettungswagen

Skizzierte Lage:

Ein Landwirt war bei der Durchführung der Ernte bei Wartungsarbeiten mit einer Hand in die Presse gekommen. Seine Verletzungen sind schwer, aber nicht lebensgefährlich.

Der Gruppenführer sitzt ab und erkundet mit seinem Melder oder dem für die Erstversorgung ausgerüsteten Angriffstrupp die Lage. Der Angriffstrupp erhält den Befehl den Patienten bis zum Eintreffen des RD Erstversorgung zu leisten.

Der GF kehrt zur Mannschaft zurück und teilt den Wassertrupp zur Sicherung der Maschine gegen weitere Bewegungen (Keile, Handbremse) ein. Falls ein Sachkundiger vor Ort ist wird mit diesem besprochen, ob die Maschine ausgeschaltet werden kann und welche Gefahren von der Maschine für die Trupps oder den Patienten ausgehen.

Der GF setzt eine Rückmeldung ab:

Von der EST.

Eine Person in Ballenpresse eingeklemmt

Erstversorgung eingeleitet

Sicherungsmaßnahmen eingeleitet

Ein RW, ein HLF, ein NEF anrücken

Unterschrift GF FF Schulenburg

Beim Eintreffen des RD findet eine Übergabe des Patienten statt. Diese beinhaltet eine kurze Schilderung des Unfalls und die vermuteten Verletzungen des Patienten. Sowie ggf. eine Zustandsveränderung seit Eintreffen der Feuerwehr. Der GF nimmt sofort Kontakt zum RD auf und stimmt alle weiteren Maßnahmen mit diesem ab. Insbesondere Geschwindigkeit des Vorgehens und Art (Schonend oder schnell).

Nun wird eine umfassende Befragung durchgeführt, wer sich mit dieser Maschine auskennt und wie sie zu bedienen ist. Lässt sich eine Demontage durchführen oder muss zerstört werden. Kann die Maschine rückwärts gefahren werden? Wie viel Zeit verbleibt noch?

Der GF entscheidet über die Maßnahmen. Hier können nun auch andere Wehren mit eingespleißt werden oder die Wehr demontiert selber.

Während der gesamten Übung sind Ideen gefragt, wie der Patient entlastet werden kann (z.B. Strohballen zum Sitzen) oder sonst der Einsatzerfolg gewährt wird („Ich kenne die Maschine“).

Es soll in jedem Fall die Trennung von innerem und äußerem Arbeitsbereich (Absperrbereich) gewahrt bleiben und keine „Traubenbildung“ erfolgen.

Erwartungshorizont Gruppenführer

Der GF ist für die Umsetzung des Drehbuches verantwortlich.

Insbesondere kommuniziert er, erkundet er nicht alleine und verhindert die Traubenbildung.

Wichtig:
Befragung des Patienten
Rückmeldung
Befehlsgebung
Werkzeugablage

Erwartungshorizont Mannschaft

A-Trupp

Übernimmt die Erstversorgung;
nach Eintreffen des Rettungsdienstes führt er die technische Rettung durch.

W-Trupp

Führt alle Sicherungsmaßnahmen nach Weisung des GF aus. 

S-Trupp

Unterstützt den W-Trupp und den Maschinisten.

Sperrt den Gefahrenbereich / Absperrbereich nach Weisung des GF ab.

 Maschinist

Bedient die Pumpe und Sonderaggregate, unterstützt bei der Geräteentnahme.

Melder

Betreut ggf. die Verletzte Person

Nach Weisung des GF ist er für den Funkverkehr und oder Einsatztagebuch verantwortlich. 

Zweites Fahrzeug (Nachbar Wehr)

Einleiten von Sicherungsmaßnahmen nach Weisung des Einsatzleiters

 

Polizei

Sicherung des Absperrbereiches (umliegende Straßen)

 

Rettungsdienst

Übernahme des Patienten – Herstellen der Transportfähigkeit / Rettungsfähigkeit 

Die Übung wurde geplant und ausgearbeitet von OLM Tim Sufin auf Basis der FwDv 3 TH und den Grundlagen der patientengerechten Rettung nach Vorgaben der Feuerwehr Hamburg. Dieses sollte zuvor in einem Unterricht behandelt werden.

Weitere Fragen gerne an:

info@feuerwehr-schulenburg.de

Alle Rechte zur Vervielfältigung vorbehalten.

 

 

Gefahrgutübung

Drehbuch der Alarmübung der FF Schulenburg

Alarmierung:

Alarmstichwort: Unterstützung des Rettungsdienstes bei einem Unfall mit einem landwirtschaftlichen Gerät

Alarmierte Kräfte: FF Schulenburg und ein Rettungswagen der Rettungswache Oldesloe besetzt mit Kräften der SEG Stormarn.

Skizzierte Lage:

Ein Landwirt war bei der Durchführung des Pflanzenschutzes während des Befüllens von seiner Spritze gestürzt und hatte sich ein Bein gebrochen. Das Spritzmittel ergoss sich dabei über sein Bein.
Für die Feuerwehr war dieser Unfall somit bei Eintreffen eine Gefahrgutlage bei der eine Menschenrettung durchgeführt werden muss.
Zwei Kameraden leiteten unter Atemschutz und mit maximaler Bedeckung der Haut durch die übliche Schutzkleidung eine schnelle Rettung ein. Der Patient wurde hierbei mit einer Trage vom Unfallgeschehen hin zu einem provisorischen Becken getragen, dass die übrigen Kameraden in der Zwischenzeit aufbauten.
An diesem Becken begann der zweite Teil der Rettung. Der Patient wurde mit dem Wasser des Löschfahrzeuges gereinigt und anschließend wurden ihm die Klamotten vom Körper entfernt.
Das verunreinigte Wasser wurde aufgefangen. Das Umweltamt leitet in solch einem Fall später die Entsorgung ein.
Der Rettungsdienst konnte nun den Patienten übernehmen und in ein Krankenhaus befördern.
Die zwei an der Rettung beteiligten Kräfte säuberte und entkleidete man ebenfalls.
Die in diesem Einsatz verschmutzten Gegenstände und Kleidungen verblieben fiktiv an der Einsatzstelle und werden in solchen Schadensfällen der Polizei und dem Umweltamt ebenfalls zur Entsorgung übergeben.
Die Erkundigungen ergaben, dass der Stoff bei längerer Einwirkzeit giftig für den Menschen ist, der Schutz der Einsatzkräfte für diese kurze Einwirkzeit jedoch vollständig gegeben war und durch das schnelle Eingreifen in einem realen Fall auch der Verunglückte keine Folgeschäden zu befürchten hätte.
Alle Informationen wurden dem Rettungsdienst zugänglich gemacht und auch an das Krankenhaus übermittelt.
Parallel zur Rettung  veranlassten die Führungskräfte der FF Schulenburg eine Umfangreiche Alarmierung von weiteren Feuerwehren und Spezialkräften, da die ausgelaufene Flüssigkeit noch aufgefangen werden musste und für diese überaus anstrengenden Einsätze aufgrund der massiven körperlichen Belastungen und kurzen Einsatzzeiten der einzelnen Kameraden ein hoher Personalbedarf besteht. Diese Rückmeldungen wurden von der Leitstelle Süd entsprechend dem Drehbuch der Übung nicht mehr in die Tat umgesetzt.

Erwartungshorizont Gruppenführer

- Fahrzeug bleibt in ausreichender Entfernung mt dem Wind stehen.(ca. 60m)

- Befehl lautet: Absitzen hinter dem Fahrzeug angetreten

- Erkundung vom Feldrand mit dem Melder

- Ansprechen des Patienten: Hallo – Was ist passiert, wie geht es Ihnen, Ist der Stoff für uns giftig, welcher Stoff ist es

- Antworten werden lauten: Ich bin hinuntergefallen mein Bein ist gebrochen, der Stoff ist nicht ungefährlich und hat die folgende UN - Nummer

- Melder weiterhin den Patienten ansprechen und beruhigen lassen

- Befehl an die Mannschaft lautet: Folgende Lage der Landwirt hat beim Befüllen der Spritze einen Bruch des Beines erlitten und liegt in dem unverdünntem Spritzmittel, Wassertrupp Aufbau und Betrieb unter PA einer Notdekontamination unmittelbar auf der Grenze Feld/Straße (sollte 50m entsprechen), Wasserversorgung Fahrzeugtank der Angriffstrupp zur Crashrettung mit Klapptrage vor

- Rückmeldung mit Bitte um Stoffinformation zu Stoff mit UN – Nummer. Nachforderung Umweltamt und Spezielkräfte (hier LZG), mindestens einer weiteren FF.

- Anwenden des GEE

- Nach Fertigstellung des Notdekonplatzes Schlauchtrupp anweisen entlang des Feldrandes mit Flatterband abzusperren; Durchgang an der Notdekon lassen

- Kontrolle der Lage der Notdekon, saubere Plane, Schutzausrüstung

- Nach Beginn der Rettung durch den A-Trupp Einsetzen des Melders  zur Abwicklung des Funkverkehrs und der Notizen zur Stoffinformation

- Einweisen des Rettungsdienstes und Kontrolle der Übergabe des Patienten von A-Trupp an Dekontrupp und von Dekontrupp an Rettungsdienst

Erwartungshorizont Mannschaft

A-Trupp

Rüstet sich während der Anfahrt mit Maske und Flammschutzhaube über HUPF-Kleidung im Schulterbereich aus. HUPF-Kleidung wird komplettgetragen – auch Hose.

Tragen von Funkgeräten nur auf Anweisung

An der EST wird der PA angelegt (Träger über die Nomex – Haube)

Retten erst nach Anweisung des GF mit Klapptrage

Ablegen des Patienten an der Notdekon zur Übernahme durch den Dekontrupp

Verlassen des Absperrbereiches erst nach Dekontamination und Anweisung des GF

Vollständiges Entkleiden auf der vorbereiteten Plane


W-Trupp

Kuppeln der Saugschläuche

Einlegen der Folie in die Saugschläuche

Anlegen von PA und Flammschutzhaube analog des A-Trupps

Dekontrupp

Dekontamination und entkleiden des Patienten (ein Kamerad hält das S-Rohr und entkleidet den dekontaminierten Patienten; ein Kamerad säubert den verschmutzten Patienten und legt ihn auf der Nebenliegenden Plane ab)

Dekontamination des A-Trupps (ein Kamerad hält das S-Rohr und hilft beim Entkleiden auf der Innenseite der Kleidung; ein Kamerad hilft beim Entkleiden auf der schmutzigen Seite der Kleider)

Entkleiden des A-Trupps auf der nebenliegenden Plane

Ablegen der eigenen Schutzkleidung auf der Plane

 

S-Trupp

Unterstütz den W-Trupp und den Maschinisten beim Aufbau des Dekonplatzes

Sperrt den Gefahrenbereich nach Weisung des GF ab

 

Maschinist

Legt den Schnellangriff an der Notdekon ab

Bereitet die Pumpe vor (Schlitten rausziehen, Wasserversorgung ausschließlich Wassertank)

Legt Plane für die spätere Entkleidung aus.

Führt die PA – Überwachung durch

 

Melder

Betreut die Verletzte Person

Nach Weisung des GF ist er für den Funkverkehr und die Notizen zur Stoffinformation verantwortlich

 

 

 

Zweites Fahrzeug (Nachbar Wehr)

Sicherheitstrupp (Ausrüstung wie A-Trupp oder mit Körperschutzform 1 oder 2 nach FwDv 500)

Einleiten von Sicherungsmaßnahmen (beispielsweise Vornahme eines Strahlrohres zum Brandschutz an die Absperrung des Gefahrenbereiches)

Beleuchtung etc.

 

Polizei

Sicherung des Absperrbereiches (umliegende Straßen; Räumung benachbarter Häuser)

 

Rettungsdienst

Übernahme des Patienten erst nach Unbedenklichkeitserklärung seitens der Feuerwehr

 

Die Übung wurde geplant und ausgearbeitet von LM Tim Sufin auf Basis der FwDv 500 und der Anwendung der GAMS - Regel

Bilder siehe Galerie

Weitere Fragen gerne an:

info@feuerwehr-schulenburg.de

Alle Rechte zur Vervielfältigung vorbehalten.